|
Die Bachata entstand ursprünglich in der Tradition lateinamerikanischer Gitarrenmusik und war nicht zum Tanzen vorgesehen. Es erlaubte den Armen aus Santo Domingo, Hauptstadt der Dominikanischen Republik, "ihre eigene Stimme zu hören". Die Texte handelten vom Saufen, ärger mit Frauen, verbotenem Sex und Männlichkeit. Während im Radio Salsa und Merengue gespielt wurde, mussten die Bachata-Musiker ihr eigenes System von Produktion und Distribution finden. Die Mittelschicht sah diese Musik zunächst als vulgär und wertlos an, nahm sie jedoch zwischen 1960 und 1980 mehr und mehr an. Seit Juan Luis Guerra 1992 einen Grammy für sein Album "Bachata Rosa" erhielt, gewann die Bachata volle Legitimation und internationale Aufmerksamkeit, auch wenn die Hörer die Musik oftmals gar nicht als Bachata erkennen.
|
|